Fit Feet

5 Tipps für gesündere Füße


 

Unsere Füße haben keinen leichten Job! Diese zwei kleinen Körperteile schleppen Tag für Tag unser ganzes Körpergewicht von A nach B. Zum Dank zwängen wir sie oft noch in viel zu enge Schuhe… Schwache Fußmuskulatur, schlechte Fußpflege oder falsches Schuhwerk können verschiedene Beschwerden am Fuß oder in Knie- und Hüftgelenk bewirken. Der Fuß wird leider viel zu oft unterschätzt und rückt erst ins Bewusstsein, wenn bereits Schmerzen bestehen. Warum du gut auf deine Füße Acht geben solltest und wie du deine Füße bei guter Gesundheit hälst, erfährst du im heutigen Blogpost.

 

Wusstest du, dass dein Fuß aus 26 Knochen und 2 Sesambeinen besteht? Damit diese vielen Knochen eine stabile Einheit bilden können sind die richtige Anordnung, ein straffer Sehnen- und Bandapparat sowie eine gut funktionierende Fußmuskulatur elementare Voraussetzungen. Alle Knochen des Fußes sind mit über 33 Gelenken miteinander verbunden. Sie werden von 20 Muskeln und 114 Bändern stabilisiert und in Bewegung gehalten. Ganz schön komplex so ein Fuß!!

 

 

 3 Hauptbelastungspunkte

Durch die Anatomie ergeben sich das Quer- und Längsgewölbe des Fußes, welche wiederum 3 Hauptbelastungspunkte des Fußes bilden. Der erste Belastungspunkt befindet sich seitlich an der Ferse, die beim Gehen als erstes den Boden berührt. In weiterer Folge kommt es zum Abrollen über den Fuß und der Kleinzehenballen wird belastet. Der letzte Belastungspunkt befindet sich unter dem Großzehenballen. Die Abrollbewegung geht dann weiter über die große Zehe. Bestehen Fehlstellungen des Fußes, wie zum Beispiel der Knick-, Senk-, Hohl- oder Spreizfuß, ist das Fußgewölbe verändert und die Hauptbelastungspunkte verschieben sich. Somit wird der Fuß nicht mehr richtig belastet.

 

Um festzustellen, ob du deinen Fuß richtig belastest, schnapp dir einfach ein Blatt Papier und mache einen Fußabdruck. Als Farbe eignen sich recht gut Wasserfarben, die hat schließlich jeder daheim.

Im Bild daneben siehst du einen Fußabdruck von mir, wo ich die drei Belastungspunkte eingezeichnet habe. 😊In meinem Fall befindet sich zu wenig Gewichtsbelastung auf dem Kleinzehenballen. Dies ist natürlich nur ein „Schnelltest“. Solltest du Probleme mit deinem Fuß haben, lass dich von einem Orthopäden oder Physiotherapeuten beraten!

 

 

Das Fußgewölbe (Längs- und Quergewölbe) sorgt dafür, dass der Fuß einerseits stabil und andererseits flexibel ist. Die Flexibilität des Fußes spielt für die Stoßdämpferfunktion und die Anpassungsfähigkeit an verschiedene Untergründe eine entscheidende Rolle. Bei jedem Schritt federt der Fuß die Abrollbewegung und sorgt dafür, dass Belastungsspitzen in Kniegelenk und Hüftgelenk möglichst klein gehalten werden. Speziell beim Barfuß gehen ist die Beweglichkeit des Fußes gefragt, damit sich der Fuß unterschiedlichen Untergründen anpassen kann. Die Stabilität des Fußes ist insbesondere in der Standbeinphase wichtig. Wenn bei der Abrollbewegung immer mehr Gewicht auf den Fuß verlagert wird, soll der Fuß zwar leicht nachgeben, aber nicht komplett seine Form verlieren. Beim Knicksenkfuß kommt es vor allem durch vermehrte Gewichtsbelastung zum Absinken des inneren Längsgewölbes, wodurch diese Stabilität des Fußes nicht mehr gegeben ist. In weiterer Folge kann dies zu einer Überbelastung der sensiblen Gelenke am Fuß führen und im schlimmsten Fall zu Schmerzen.

Dies ist jedoch nicht der einzige Grund, warum die auf deine Fußgesundheit besonders achten solltest.

Viele Probleme in Knie- und Hüftgelenk oder sogar der Wirbelsäule werden von Fehlstellungen des Fußes mitbedingt. Dein Bein funktioniert nämlich optimal, wenn Sprunggelenk, Kniegelenk und Hüftgelenk genau übereinander eingeordnet sind und mit einer geraden Linie verbunden werden können! In dieser Stellung werden deine Gelenke gleichmäßg belastet und deine Muskeln können am besten arbeiten. Beim Haus bauen ist es für jeden ganz logisch, dass ein gutes Fundament die Grundvoraussetzung für ein gerades Haus bildet. Das Selbe lässt sich auch auf das Bein übertragen. Wenn der Fuß als Fundament eine Fehlstellung aufweist, ist es unmöglich eine gerade Beinachse darüber einzuordnen.

 

 

Was kannst du zu deiner Fußgesundheit beitragen?

Im nächsten Abschnitt gebe ich dir 5 Tipps, die zu gesünderen Füßen beitragen.

 

  1. Schuhe

Wie wohl jeder weiß, ist das optimale Schuhwerk wichtig für einen gesunden Fuß. Denn unsere Füße sind eigentlich nicht dafür gemacht, den ganzen Tag auf hartem Asphalt herumzulaufen. Umso wichtiger ist ein bequemer, atmungsaktiver Schuh mit guter Dämpfung für deine Füße. Trotzdem sollte der Schuh dem Fuß ausreichend Stabilität bieten und deinen Fuß an den richtigen Stellen unterstützen. Zu weiche und elastische Schuhe können auf Dauer zu Beschwerden im Fuß führen.  Beachte bei der Auswahl der Größe, dass deine Füße aufgrund der Belastung über den Tag am Abend etwas größer werden. 😊 Die Wahl des richtigen Schuhwerks wird bei Laufschuhen noch wichtiger. Beim Laufen wirkt das 3-fache deines Körpergewichts auf deine Füße!! Lass dich da am besten von einem Profi beraten. Der sieht sich deinen Fuß genau an und kann dir, wenn nötig einen Schuh mit Unterstützung empfehlen.

Gar nicht so einfach! Denn jeder Fuß ist eben anders.

Ich beispielsweise habe zwei unterschiedlich große Füße.. 🙂

 

  1. Fußbeweglichkeit

Wie im vorigem Absatz beschrieben, ist die Beweglichkeit des Fußes von großer Bedeutung. Um deinen Fuß beweglich zu halten, habe ich eine kleine Übung für dich.

Lege im Sitzen deinen Fuß auf dein Knie. Umfasse von unten deine Ferse und mit der anderen Hand deinen Vorfuß von oben. Nun verdrehe deinen Fuß so als würdest du ein Handtuch auswringen wollen. Die Ferse bewegst du dabei immer gegengleich zum Vorfuß. Mit dieser Übung kannst du die „Verschraubung“ des Fußes üben, die dein Fuß braucht, um das Fußgewölbe zu bilden.

 

 

 

 

 

 

 

 

  1. Pflege des Fußes

Die ausreichende Pflege des Fußes sollte eigentlich selbstverständlich sein. Dazu gehört die Nagelpflege sowie die Pflege der Haut. Aber ich glaube, das sollte eh jeder wissen 😀 Ich fühle mich auf jeden Fall gleich wohler, wenn ich meine Füße wieder einmal eincreme! Diese Gelegenheit nutze ich dann meistens gleich und massiere meine Füße 😀

 

  1. Barfuß gehen

Wann bist du das letzte Mal Barfuß gegangen? Das Barfuß gehen ist ein super Kräftigungstraining für deine Fußmuskulatur. Zudem wirkt das Gehen auf verschiedenen Untergründen beispielsweise auf Steinen, in der Wiese oder im Wald wie eine intensive Massage. Speziell im Sommer, solltest du öfters mal die Schuhe weglassen 😊 Deine Füße werden es dir danken.

 

 

  1. Kaltes Duschen

Insbesondere im Sommer kommt es aufgrund der hohen Temperaturen oft zu schweren Beinen und vielleicht sogar zu einer leichten Schwellung deiner Füße. Aufgrund der Hitze erweitern sich deine venösen Blutgefäße. In Kombination mit längerem Stehen und wenig Bewegung, kann dies zu Schwellungen der Beine führen. Kalte Güsse können da Abhilfe schaffen. Stell das Wasser in der Dusche möglichst kalt. Beginne beim Fußaußenrand und führe den Duschkopf auf der Außenseite des Beines entlang nach oben. Beim Hinuntergehen duscht du die Innenseite deines Beines mit kaltem Wasser ab. Durch die Kälte kommt es zur Kontraktion (=Anspannung) deiner Blutgefäße und in weiterer Folge wieder zu einer Erweiterung, was zu einer Steigerung der Durchblutung führt. Nach der kalten Dusche fühlen sich deine Füße wie neu an! Ich mache das im Sommer fast täglich 😀 Noch cooler ist natürlich das „kneippen“ in einem kalten Bach!!

Kalte Güsse oder Wechselduschen (abwechselnd warm und kalt abduschen) wirken sich übrigens positiv auf Krampfadern aus 😊

 

Viel Spaß beim Ausprobieren 😀

Ich würde mich zudem rießig über eure Gedanken zum Thema freuen. Lässt ihr euch beim Schuhkauf beraten? Wann bist das letzte Mal Barfuß gegangen?

 

Liebe Grüße,

Valentina

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